11. Oktober 2026
Alt-Text schreiben: So machst du deine Bilder für Google auffindbar
Alt-Text schreiben, Dateinamen vergeben, Bilder verkleinern: Was du für Bilder SEO auf deiner Website selbst tun kannst, mit Vorher-nachher-Beispielen und einer Prüfliste.
Inhalt
Alt-Text schreiben heißt: Du beschreibst in einem kurzen, sachlichen Satz, was auf dem Bild zu sehen ist. Dazu kommen ein sprechender Dateiname, eine Bildgröße, die zur Anzeige passt, und ein ganz normales Bild-Element im Seitencode. Mit diesen vier Dingen deckst du die Grundlagen von Bilder SEO ab. Ich stütze mich dabei auf die Google-Dokumentation zu Bildern.
Stand: 05.10.2026
Alt-Text schreiben: beschreiben statt Suchbegriffe stapeln
Google empfiehlt beschreibenden Alt-Text, der zum Inhalt der Seite passt. Als gutes Beispiel nennt die Dokumentation “Dalmatian puppy playing fetch”, also sinngemäß: Dalmatiner-Welpe beim Apportieren. Als schlechtes Beispiel steht dort eine Reihe von Begriffen wie “puppy dog baby dog pup pups puppies”. Das ist Keyword-Stuffing, es hilft niemandem. Fehlender Alt-Text steht dort ausdrücklich als schlechtes Beispiel, ein einzelnes allgemeines Wort wie “puppy” nur als besser, nicht als beste Lösung.
Der Alt-Text ist außerdem das, was Menschen mit Screenreader statt des Bildes vorgelesen bekommen. Google nutzt den Alt-Text zusammen mit Bilderkennung und dem Inhalt der Seite, um zu verstehen, was ein Bild zeigt. Ein Mensch ohne Sicht auf das Bild ist ganz auf den Text angewiesen. Zur Barrierefreiheit insgesamt gibt es einen eigenen Ratgeber: Barrierefreie Website. Hier geht es nur um Bilder.
So sieht der Unterschied in der Praxis aus:
Beispiel 1, Friseursalon
- Vorher:
alt="Bild1" - Auch schlecht:
alt="Friseur Köln Haarschnitt günstig Friseur Köln beste Friseurin" - Nachher:
alt="Friseurin schneidet einer Kundin im Salon die Spitzen"
Beispiel 2, Tischlerei
- Vorher:
alt="Tisch" - Nachher:
alt="Esstisch aus Eichenholz mit sechs Stühlen im Wohnzimmer einer Kundin"
Meine Praxisregel dazu: Stell dir vor, du erklärst das Bild jemandem am Telefon. Genau diesen Satz schreibst du hin. Wenn dein Suchbegriff dabei natürlich vorkommt, ist das in Ordnung. Wenn du ihn hineinzwingen musst, lass ihn weg.
Dateinamen: kurz und aussagekräftig
Google schreibt: Verwende Dateinamen, die kurz, aber aussagekräftig sind. Als gutes Beispiel steht my-new-black-kitten.jpg in der Dokumentation, als schwaches IMG00023.JPG. Wenn du Bilder für andere Sprachen anpasst, sollst du laut Google auch die Dateinamen übersetzen.
Dein Smartphone vergibt Namen wie IMG_4821.jpg, die dir und Google nichts sagen.
-
Vorher:
IMG_4821.jpg -
Nachher:
esstisch-eiche-sechs-stuehle.jpg -
Vorher:
Foto neu final 2.jpg -
Nachher:
friseurin-schneidet-spitzen.jpg
Meine Praxisregeln, die über die Google-Beispiele hinausgehen: alles klein schreiben, Wörter mit Bindestrich trennen, keine Leerzeichen und keine Umlaute im Dateinamen. Benenne das Bild um, bevor du es hochlädst, nicht danach.
Bildgröße und Ladezeit
Laut Google sprechen hochwertige, scharfe Bilder Nutzer mehr an als unscharfe, auch als Vorschaubild in den Suchergebnissen. Gleichzeitig rät Google, auf die Ladezeit zu achten, und nennt zur Analyse PageSpeed Insights. Das scheint ein Widerspruch zu sein, ist es aber nicht: Das Bild soll scharf sein, aber nicht größer als nötig.
Laut Google tragen Bilder oft am meisten zur Gesamtgröße einer Seite bei. Prüfe deshalb, ob ein Foto direkt von der Kamera größer ist, als deine Seite es anzeigt. Verkleinere es vor dem Hochladen auf die Breite, die du wirklich brauchst, und komprimiere es. Welche Formate es gibt und wann welches sinnvoll ist, erklärt der Kurs Learn Images auf web.dev. Er behandelt GIF, PNG, JPEG, WebP und AVIF und zeigt, wie du Bildanfragen so klein und performant wie möglich hältst. Google selbst unterstützt in der Bildersuche BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF.
Wie sich große Bilder auf die Messwerte auswirken, steht im Ratgeber Core Web Vitals einfach erklärt.
Wer es genauer machen will: Google empfiehlt für unterschiedliche Bildschirmgrößen das Attribut srcset oder das <picture>-Element. Der Browser lädt dann die passende Version. Google empfiehlt, dabei immer zusätzlich ein normales src als Ausweichadresse anzugeben. Der web.dev-Kurs erklärt srcset und sizes im Detail.
Bilder richtig einbauen und platzieren
Ein paar Punkte aus der Google-Dokumentation, die sich leicht umsetzen lassen:
- Normales Bild-Element nutzen. Google rät dazu, Bilder mit dem Standard-HTML-Element
<img>einzubinden, nicht als CSS-Hintergrundbild. Ein Bild, das nur per CSS im Hintergrund liegt, indexiert Google laut Dokumentation nicht. - Bild nah an den passenden Text setzen. Das Foto vom Esstisch gehört auf die Seite, die vom Esstisch handelt, direkt neben den zugehörigen Absatz.
- Image-Sitemap prüfen. Mit einer Image-Sitemap meldest du Google Bilder, die es sonst vielleicht nicht findet. Sie darf auch Bildadressen von anderen Domains enthalten, etwa von einem CDN. Ob deine Website eine hat, kann dir sagen, wer sie technisch betreut.
- Bevorzugtes Vorschaubild angeben. Mit dem Meta-Tag
og:imageoder der Schema.org-AngabeprimaryImageOfPagekannst du beeinflussen, welches Bild Google als Vorschau zeigt. Die Auswahl trifft Google aber automatisch.
Prüfliste zum Abarbeiten
Geh deine wichtigsten Seiten einzeln durch, zum Beispiel Startseite, Leistungen und Über mich:
- Hat jedes inhaltliche Bild einen Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist?
- Kommt im Alt-Text keine Aneinanderreihung von Suchbegriffen vor?
- Hat jede Bilddatei einen kurzen, sprechenden Namen statt
IMG_4821.jpg? - Ist jedes Bild vor dem Hochladen auf die benötigte Breite verkleinert und komprimiert?
- Sind die Bilder als
<img>eingebunden und nicht als CSS-Hintergrund? - Steht das Bild nah an dem Text, zu dem es gehört?
- Zeigt PageSpeed Insights für die Seite keine Hinweise mehr auf zu große Bilder?
Wenn du deine Bilder nicht selbst durchgehen möchtest oder eine neue Website planst, in der das von Anfang an stimmt, schau dir gerne an, wie meine Website-Pakete aufgebaut sind. Oder schreib mir direkt, wenn ich mir deine Seite ansehen soll.