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Volha · Tomilin

03. Juli 2026

Website-Relaunch: Ablauf, Checkliste und häufige Fehler

Was beim Website-Relaunch wirklich passiert, welche Schritte in welcher Reihenfolge kommen und welche Fehler am teuersten werden. Aus der Praxis einer Webdesignerin.

Ein Website-Relaunch klingt nach einem Neuanfang, ist aber in Wahrheit eine Übertragungsaufgabe. Alles, was die alte Seite aufgebaut hat, Rankings, Vertrauen, Besucher, soll auf die neue übergehen. Was nicht sauber übergeben wird, ist weg.

Genau dieser Verlust passiert bei Relaunches häufig. Nicht aus Unwissenheit, sondern weil der Fokus fast immer auf dem Design liegt, auf dem, was man sieht, und nicht auf dem, was im Hintergrund sorgfältig weitergeführt werden muss.

Was vor dem eigentlichen Relaunch passiert

Bevor eine einzige neue Seite gebaut wird, schaue ich mir an, was die alte Website geleistet hat. Das ist kein optionaler Schritt, sondern die Grundlage für alles weitere.

Bestandsaufnahme der alten Seite: Welche URLs existieren? Welche Seiten werden in Google gefunden? Welche Inhalte funktionieren, welche nicht? Dazu gehört ein vollständiger Export aller URLs und ein Blick in die Google Search Console, sofern vorhanden.

Keyword-Check: Für welche Suchanfragen rankt die Seite aktuell? Auch wenn das Ergebnis bescheiden ist, diese Informationen müssen bekannt sein, bevor etwas geändert wird.

Struktur planen: Die neue Seitenstruktur wird festgelegt, bevor das Design beginnt. Welche Seiten werden übernommen? Welche fallen weg? Welche kommen neu dazu? Und, entscheidend: Was passiert mit den URLs, die sich ändern?

Der Ablauf in der Umsetzungsphase

Die neue Seite wird auf einer separaten Umgebung gebaut, nie live. Das verhindert, dass Besucher eine halbfertige Baustelle sehen, und gibt Raum zum Testen ohne Zeitdruck.

Inhalte übertragen: Texte, Bilder und Strukturen werden in das neue System eingepflegt. Dabei wird geprüft, welche Inhalte wirklich übernommen werden sollten und welche veraltet oder überflüssig sind.

Weiterleitungen einrichten: Das ist der kritischste Schritt des gesamten Relaunches. Jede URL, die sich ändert, bekommt eine 301-Weiterleitung auf die neue Adresse. Das teilt Google mit: “Diese Seite existiert jetzt hier.” Ohne diese Weiterleitungen beginnt Google von Null, und alle bisher aufgebauten Positionen sind verloren.

Technische Kontrolle: Ladezeit, Mobile-Darstellung, kaputte Links, fehlende Meta-Daten, korrekte Canonical-Tags. Nichts davon ist glamourös, aber alles davon entscheidet darüber, ob die neue Seite funktioniert.

Der Launch und die Woche danach

Wenn alles geprüft und freigegeben ist, wird der DNS umgezogen. Die neue Seite ist damit öffentlich. Das ist aber kein Abschlusstermin, sondern ein Kontrollpunkt.

In den Tagen nach dem Launch wird geprüft, ob alle Weiterleitungen greifen, ob Google die neuen Seiten bereits indexiert, ob Fehler in der Search Console auftauchen und ob die Seite technisch sauber läuft. Dazu wird die Google Search Console neu verknüpft oder aktualisiert und eine Sitemap eingereicht.

Die teuersten Fehler in der Praxis

Weiterleitungen vergessen. Wer die URL-Struktur ändert, ohne Weiterleitungen einzurichten, verliert alles, was die alten Seiten in der Suche aufgebaut haben. Das ist der häufigste und der schmerzhafteste Fehler.

Die alte Seite zu früh abschalten. Manchmal wird der alte Hosting-Vertrag gekündigt, bevor die neue Seite live ist. Dann gibt es eine Phase ohne funktionierende Website, was Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen verunsichert.

Content ohne Strategie kürzen. Manchmal wird beim Relaunch aufgeräumt und dabei werden Seiten gelöscht, die noch Traffic bekommen. Was gelöscht werden soll, muss vorher geprüft werden.

Design ohne Technik. Eine neue Seite, die optisch überzeugt, aber langsam lädt oder auf Mobilgeräten nicht korrekt dargestellt wird, kostet Kunden genau dort, wo sie am wichtigsten sind.


Ein Relaunch ist eine der Situationen, in denen ein Fehler in einer Stunde mehr Schaden anrichtet als ein Jahr Aufbauarbeit. Mit der richtigen Vorbereitung und einer klaren Reihenfolge lässt sich das vermeiden.

Wenn du deine Website neu aufsetzen oder grundlegend überarbeiten willst und das ohne Sichtbarkeitsverlust, schau dir an, wie ich das in meinen Website-Paketen begleite. Oder schreib mir direkt, wenn du konkrete Fragen zu deinem Projekt hast.

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Häufige Fragen

Verliere ich meine Google-Rankings durch einen Relaunch? +

Nicht zwangsläufig, aber das Risiko ist real. Wer bestehende URLs ändert, ohne 301-Weiterleitungen einzurichten, verliert alle Positionen, die die alten Seiten aufgebaut hatten. Mit sorgfältiger Vorbereitung lässt sich das vermeiden.

Wie lange dauert ein professioneller Website-Relaunch? +

Das hängt stark vom Umfang ab. Eine kleine Business-Website mit fünf bis zehn Seiten kann in vier bis sechs Wochen neu aufgesetzt sein. Bei größeren Projekten mit viel Inhalt, Online-Shop oder mehrsprachiger Struktur ist mehr Zeit einzuplanen.

Muss ich meinen alten Anbieter kündigen, bevor die neue Seite online geht? +

Nein, und das solltest du auch nicht. Die neue Seite wird auf einem Testserver oder einer Staging-Umgebung fertiggestellt. Erst wenn alles geprüft und freigegeben ist, wird der DNS umgezogen. Danach kündigt man den alten Vertrag.

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